Sind die Bullen wieder los? Warum „Fachchinesisch“ an der Börse nichts zu suchen hat

8. April 2026

Die Schlagzeilen überschlagen sich: Eine aktuelle Waffenruhe im Nahen Osten lässt Anleger aufatmen. An den Aktienmärkten keimt Hoffnung auf Erholung auf. Doch wie nachhaltig diese Entwicklung wirklich ist? Das lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt seriös noch nicht einschätzen.

Viel spannender als die nackten Zahlen war für mich jedoch kürzlich ein Gespräch mit einem neuen Anleger. Nach einem meiner Webinare zur aktuellen Lage am Kapitalmarkt stellte er mir eine entwaffnend ehrliche Frage:

„Was meint ihr eigentlich ständig mit euren Bullen- und Bärenmärkten?“

Eine kurze Auffrischung:

  • Der Bulle steht für steigende Kurse (er stößt mit den Hörnern nach oben).
  • Der Bär symbolisiert fallende Märkte (er schlägt mit der Tatze von oben nach unten).

Meine wichtigste Erkenntnis aus diesem Gespräch

Dieses Telefonat hat mir wieder einmal vor Augen geführt: Wir Experten bewegen uns oft viel zu tief in unserer eigenen Fachwelt. Wir setzen Begriffe voraus, die für uns zum Alltag gehören, für unsere Kunden aber wie eine Fremdsprache klingen können.

Für mich steht fest: Finanzen sind komplex genug. Meine Aufgabe ist es, für Einfachheit, Klarheit und Verständlichkeit zu sorgen – ganz ohne „Fachchinesisch“. Gleichzeitig ist es eine wertvolle Erinnerung daran, die eigene Kommunikation immer wieder kritisch zu hinterfragen und zu schärfen.

Denn am Ende bringt das beste Expertenwissen nichts, wenn es nicht verstanden wird.

Jetzt Erstgespräch vereinbaren
Nach oben scrollen